Epson Perfection V600 Photo Flachbettscanner
Mit dem Perfection V600 Photo brachte Epson im Dezember 2009 einen Flachbettscanner mit integrierter Durchlichteinheit auf den Markt, der das Vorgängermodell Epson Perfection V500 Photo ablöst. Der Scanner verfügt über ein gelungenes, modernes Design, das auch an einem durchgestylten Arbeitsplatz im Büro oder Zuhause eine gute Figur macht. Das scheint auch der größte Unterschied zum Perfection V500 Photo zu sein, denn die technischen Daten zwischen den beiden Geräten sind quasi identisch.
Preis in unserem Filmscanner-Shop: 232 € Preis mit SilverFast: 399 €
Als günstiger Flachbettscanner ist der Epson Perfection V600 Photo schwerpunktmäßig nicht darauf ausgelegt, Filmmaterial in guter Qualität zu digitalisieren. Auch mit dem Namenszusatz "Photo" in der Modellbezeichnung liegt das Hauptaugenmerk des Scanners auf der Digitalisierung von Aufsichtvorlagen, wie z.B. Fotoabzüge, Grafiken oder Textdokumente; Wir schauen uns den Epson Perfection V600 Photo trotzdem genauer an, und klären in diesem Testbericht, was das Gerät zu leisten im Stande ist.
Ausstattung, Zubehör und Leistungsdaten des Scanners
Der Epson Perfection V600 Photo verfügt über eine Scanfläche im A4-Format, die in ihrer vollen Größe nur für Aufsichtvorlagen genutzt werden kann. Für Durchlichtscans kann aufgrund der schmalen Durchlichteinheit nur ein schmaler Streifen in der Mitte genutzt werden, der gerade breit genug ist, um 120 / 220 Mittelformat-Filmstreifen mit einer maximalen Länge von 22cm abzudecken. Die nominelle Auflösung liegt bei 6400ppi, die sowohl für Auflicht-, als auch für Durchlichtscans zur Verfügung stehen.
Auf der Vorderseite des Geräts befinden sich vier Tasten, mit denen sich unterschiedliche Funktionen direkt aufrufen lassen: Mit einer Taste kann direkt eine searcheable PDF-Datei erzeugt werden, die das gescannte Dokument und zusätzlich den ggf. enthaltenen Text als computerlesbare Zeichen enthält. Somit kann die fertige PDF-Datei dann nach Begriffen durchsucht werden. Zwei weitere Tasten senden den Scan direkt an das Email-Programm bzw. an den Drucker, und mit der letzten Taste lässt sich die Scansoftware Epson Scan starten.
Desweiteren befinden sich auf der Gerätefront noch insgesamt drei Lämpchen: Zwei kleine Lämpchen direkt neben den Scantasten zeigen an, ob das Gerät eingeschaltet ist und machen Meldung, falls ein Fehler auftritt. Eine große flache LED verläuft unterhalb der vier Tasten und leuchtet bzw. blinkt in edlem blau, womit sie den Scanstatus anzeigt.
Der Scanner verfügt über die ICE Technologie, mit der Staub und Kratzer mit Hilfe einer Infarot-Technik automatisch erkannt und entfernt werden. Leider funktioniert diese hardwarebasierte Staub- und Kratzerkorrektur ohne Umwege nur mit der Epson Scan Software; Aus lizenzrechtlichen Gründen ist diese Technik bei der SilverFast-Software nicht direkt implementiert. Der Infrarotkanal kann aber auch von der SilverFast-Software ausgelesen werden. Um hier dann eine Staub- und Kratzerkorrektur durchzuführen, muss man den Umweg über einen Rohscan gehen, der auch die Daten des Infrarot-Kanals enthält - im SilverFast-Jargon HDRi-Scan genannt. Mit der SilverFast HDR-Software können die Rohdaten dann unter Einbeziehung des Infrarot-Kanals verarbeitet werden, so dass die Staub- und Kratzerkorrektur nachträglich erfolgt.
Die sogenannte "ReadyScan LED" Technlogie sorgt dafür, dass man vor den Scans nicht lange warten muss, bis die Lampe aufgewärmt ist. Sobald die Scansoftware läuft, kann man quasi sofort mit dem Scannen loslegen. Der Deckel mit der integrierten Durchlichteinheit lässt sich um 90° aufklappen, wobei er nicht nur in ganz geöffneter Position einrastet, sondern löblicherweise auch in einem Winkel von etwa 45°. So muss man den Deckel zum schnellen Vorlagenwechsel nicht immer ganz öffnen und hat trotzdem beide Hände frei. Außerdem kann man den Deckel auch ganz abnehmen, um auch dicke Vorlagen wie etwa Bücher problemlos einscannen zu können. Allerdings ist der Deckel über ein fest installiertes, kurzes Kabel für die Durchlichteinheit mit dem Scanner verbunden, so dass man den abgenommenen Deckel nicht einfach irgenwo ablegen kann, sondern ihn irgendwie nah am Scanner platzieren muss.
Installation und Inbetriebnahme
Wie bei den meisten USB-Geräten ist der erste Schritt zur Inbetriebnahme des Epson Perfection V600 Photo die Installation der mitgelieferten Software. Diese läuft größtenteils automatisch ab - wenn man möchte kann man wählen, welche Komponenten installiert werden sollen; Neben der Scansoftware selbst befindet sich auf der Disc noch das Benutzerhandbuch als PDF, die Texterkennungssoftware (OCR) ABBY Finereader 6.0 Sprint Plus, das Epson Copy Utility, das gestartet wird, sobald man die Druck-Taste am Gerät betätigt, sowie den Epson Event Manager, der die den Tasten zugeordneten Funktionen ausführt, und in der Taskleiste erscheint.
Ist die Software installiert, muss zunächst die Transportsicherung des Scanners gelöst werden. Der dafür zu betätigende Schieber ist so platziert, dass er bei arretierter Sicherung den Stromanschluss verdeckt, so dass quasi ausgeschlossen ist, den Scanner in Betrieb zu nehmen, ohne vorher die Sicherung zu lösen, was zu irreparablen Schäden führen könnte. Man schließt den Scanner nun also an das Stromnetz und per USB 2.0 an den Rechner an, schaltet den Scanner am Hauptschalter an der Rechten Geräteseite an, und kann mit dem Scannen beginnen. Diese Transportsicherung muss man natürlich wieder arretieren, wenn man den Scanner transportiert, zur Reparatur oder Wartung einschickt oder verkauft. Viele Flachbettscanner-Besitzer vergessen dies und liefern einem Gebrauchtgerätekäufer ein Gerät, das auf dem Transportweg durch fehlende Transportsicherung Schaden annimmt.
Scannen von Aufsichtvorlagen
Das Scannen von Aufsichtvorlagen läuft auch beim Epson Perfection V600 Photo nach dem bekannten Schema ab: Man legt die zu scannende(n) Vorlage(n) auf die Scanfläche, macht einen Vorschauscan, nimmt in der Software die gewünschten Einstellung vor, und macht dann den Feinscan.
Die Epson Scan Software verfügt über eine automatische Rahmenerkennung, die bei einer großen Aufsichtvorlage gut funktioniert, mehrere kleinere Vorlagen aber nicht als solche erkennt, sondern einen großen Scanrahmen um alle Vorlagen herum anlegt. Hier muss man also die Scanrahmen von Hand aufziehen, was auch gilt, wenn man den Rahmen möglichst genau postioniert haben möchte. In dieser Hinsicht ist der Scanner bzw. die Epson Scansoftware vielen anderen Geräten bzw. Software-Programmen unterlegen. Wer nur hin und wieder ein Blatt Papier oder ein kleines Bild digitalisieren möchte leidet unter diesem Manko nciht. Wer aber zum Beispiel ein paar Hundert Papierfotos scannen möchte, der muss jeden einzelnen Scanrahmen manuell ziehen; eine automatische Einzelrahmenerkennung wäre da bequemer.
Klickt man auf den Scannen-Button, wird der Feinscan ausgeführt und die Datei im ausgewählten Ordner gespeichert. Dabei ist es möglich, die Dateien automatisch durchzunummerieren, so dass man problemlos mehrere Scans hintereinander machen kann, ohne sich um die Dateibezeichnung kümmern zu müssen.
Scannen von Kleinbild Filmstreifen und gerahmten Dias
Zum Scannen von Dursichtvorlagen mit dem Epson Perfection V600 muss man zunächst die Blende von der Durchlichteinheit entfernen, die gleichzeitig einen weißen Hintergrund für Auflichtscans bietet. Danach platziert man den entsprechenden Filmhalter auf der Scanfläche; Es gibt einen Filmhalter für Kleinbild Filmmaterial und einen für Mittelformatfilme.
Der Halter für Kleinbild-Filmmaterial bietet auf der einen Seite Platz für bis zu vier gerahmte Dias, und auf der anderen Seite für zwei Filmstreifen mit einer maximalen Länge von 6 Bildern. Sensationell, wie Epson durch die Integration von Diahalter und Filmstreifenhalter in einem Rahmen Material und damit Teile gespart hat; Geht allerdings der Filmhalter kaputt, dann hat man gar keinen mehr. Beiden Vorlagentypen ist jeweils ein Buchstabe zugewiesen (A und C), der auf dem Filmhalter vermerkt ist. Dieser verfügt an beiden Längsseiten über Haltestifte, die ebenfalls mit diesen Buchstaben versehen sind. Je nachdem, welchen der beiden Vorlagentypen man nun scannen möchte, muss der entsprechende Haltestift an der ensprechenden Position am Scanner angelegt werden. Auch diese Postionenen am Scanner selbst sind wiederum mit den entsprechenden Buchstaben gekennzeichnet.
Ein Beispiel zur Erläuterung: Wir möchten gerahmte Kleinbilddias scannen. Auf dem Filmhalter sehen wir, dass die entsprechenden Aussparungen für die Dias mit dem Buchstaben C gekennzeichnet sind. Wir legen also den Filmhalter so in den Scanner, dass der Haltestift C an Position C am Scannergehäuse liegt, wodurch die Aussparungen für die Dias genau unter der Durchlichteinheit zu liegen kommen.
Gerahmte Dias werden nicht direkt in den Filmhalter eingelegt. Vielmehr besitzt dieser Aussparungen, in welche die Dias eingelegt werden. Man legt diese dabei direkt auf die Glasscheibe, der Filmhalter dient hier bloß als Positionsmarkierung. Zum Einlegen der Filmstreifen muss zunächst der Deckel an einer schmalen Seite aufgeklappt werden. Man legt dann die Filmstreifen ein, und klappt den Deckel wieder zu. Plane, gerade Filmstreifen lassen sich so problemlos einlegen. Schwierig wird es, wenn die Filmstreifen stark gerollt oder gewölbt sind. Hier muss man sich teilweise in Fingerakrobatik üben, damit sich die Filmstreifen nicht wieder aufrollen, bevor man den Deckel geschlossen hat. Das Tragen von Baumwollhandschuhen ist hierbei sehr zu empfehlen, damit man die Filmstreifen sicher fassen kann, ohne sein wertvolles Filmmaterial zu verschmutzen oder gar zu beschädigen.
Ist das Filmmaterial eingelegt, verläuft der Rest des Scanvorgangs wie bei den Auflichtscans. Die automatische Rahmenerkennung funktioniert hier in der Regel gut. Lediglich bei Filmstreifen mit sehr hellen (Positivfilm) bzw. dunklen (Negativfilm) Motiven erkennt die Software die einzelnen Bilder nicht richtig, weil hier kein Kontrast zwischen Bildsteg und Motiv vorhanden ist. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Scannen von Filmstreifen oder gerahmten Kleinbilddias keine angenehme Sache ist mit dem Epson Perfection V600 Photo. Wer diesen Scanner als Papier-Scanner verwendet und gelegentlich mal ein Dia oder ein Negativ scannen möchte, kann dies mit einigem Aufwand erledigen; für das Scannen einer größeren Filmserie ist das Gerät jedoch wegen der umständlichen Handhabung nicht geeignet.
Scannen von Mittelformat Filmstreifen
Der Halter für Mittelformatfilme kann einen Filmstreifen mit einer maximalen Länge von 22cm aufnehmen: Damit können je nach Aufnahmeformat zwischen vier (6x4,5) und zwei (6x9) Bildern (bei noch breiteren Panoramaformaten nur ein Bild) auf einmal eingelegt werden.
Dazu klappt man den Filmhalter an einer schmalen Seite auf, legt den Filmstreifen hinein, und klappt ihn wieder zu. Bei planem Filmmaterial ist das kein Problem. Sind die Filmstreifen allerdings stark gerollt oder gewölbt, wird das Einlegen sehr fummelig. Wie schon weiter oben erwähnt: Prinzipiell empfehlen wir beim Umgang mit Filmmaterial das Tragen von Baumwollhandschuhen, um seine Negative oder Dias vor Fingerabdrücken und Kratzern zu schützen.
Auch der Filmhalter für Mittelformate ist mit einem Buchstaben bezeichnet: B. Der Haltestift B am Filmhalter muss also an Position B am Scanner zu liegen kommen. Der weitere Scanvorgang ist derselbe wie schon im Kapitel Scannen von Aufsichtvorlagen beschrieben.
Mit dem Epson Perfection V600 Photo ist es zwar möglich, Mittelformate in beliebigen Längen zu scannen, wie wir weiter unten sehen werden ist die Bildqualität, die das Gerät liefert, jedoch nicht einer Mittelformat-Aufnahme würdig, so dass wohl die wenigsten Perfection V600 Photo jemails ein Mittelformat zu sehen bekommen werden.
Die mitgelieferte Software
Die Epson Scan Software kann in vier verschiedenen Betriebsmodi ausgeführt werden: der vollautomatische Modus, bei dem man quasi gar nichts einstellen kann, der Standard-Modus, bei dem der Anwender grundlegende Einstellung vornehmen kann, der Büromodus für optimiertes Arbeiten im Büro, sowie der professionelle Modus, in dem der Anwender alle möglichen Einstellung selbst vornehmen kann und muss. Im professionellen Modus stehen dem Anwender folgende Werkzeuge zur Bildkorrektur zur Verfügung: eine automatische Belichtungskorrektur, Tonwertkorrektur, Gradationskurven, eine Dialogbox mit Reglern für Helligkeit/Kontrast/Sättigung und für die Farbbalance, sowie eine Farbpalette zur Farbtonsteuerung.
Neben der Epson Scan Software befinden sich auf der mitgelieferten CD noch die OCR Texterkennungssoftware ABBY Finereader 6.0 Sprint Plus, das Epson Copy Utility und der Epson Event Manager. Die OCR Software ABBY Finereader 6.0 Sprint Plus dient dazu, eingescannte Textdokumente in computerlesbaren Text umzuwandeln. Das heißt, der gescannte Text liegt dann nicht mehr nur als Bilddatei vor, sondern als richtiger Text, der am Computer bearbeitet und gelesen werden kann. Die Software funktioniert gut, und der größte Teil der eingescannten Texte wird fehlerfrei umgewandelt.
Das Epson Copy Utility ist ein kleines Programm, das dazu dient, den Scanner zusammen mit einem Drucker als Kopierer zu verwenden. Sobald man die Drucktaste an der Gerätefront betätigt, startet das Programm, das nach einem Klick auf den Kopieren-Button das eingescannte Dokument direkt an den eingestellten Drucker weiterleitet, so dass man eine 1:1 Kopie erhält.
Der Epson Event Manager ist ein Tool, das im Hintergrund läuft (es erscheint im Infobereich der Taskleiste), und die Funktionstasten am Gerät überwacht. Sobald eine davon gedrückt wird, startet der Event Manager die entsprechende Funktion, so wie z.B. das gerade beschriebene Copy Utility oder auch die Weiterleitung des Scans an den Email Client.
Die Bildqualität des Epson Perfection V600 Photo
Wie für fast alle Flachbettscanner gilt auch für den Epson Perfection V600 Photo, dass man bei Scans vom Film nicht die Qualität eines guten Filmscanners erwarten kann. Der Schwerpunkt bei Flachbettgeräten liegt eindeutig bei der Digitalisierung von Aufsichtvorlagen wie Papierfotos, Grafiken und Texte. Die maximale erzielbare Auflösung ist bei Auflichtscans weit weniger von Bedeutung als bei Durchlichtscans, da Papiervorlagen nicht genügend Informationen hergeben, um einen Scan mit mehr als 600ppi oder maximal 1200ppi zu rechtfertigen. Diese Auflösungen zu erreichen ist für kein aktuelles Gerät auf dem Markt ein Problem.
Aber wie sieht es mit höheren Auflösungen aus, die für Scans von Filmmaterial wichtig sind? In unserem Testscan des USAF Testcharts mit dem V600 lassen sich gerade noch die vertikalen Linien des Elements 5.2 und die horizontalen Linien des Elements 4.5 erkennen. Laut unserer Auflösungstabelle ergibt sich daraus eine mittlere effektive Auflösung von 1560ppi. Das ist weniger als ein Viertel der vom Hersteller angegebenen Auflösung von 6400ppi. Für hochwertige Scans vom Negativ oder Dia ist das viel zu wenig! Für das Kleinbildformat ergeben sich daraus Bilddateien mit nur etwa 3,6 Megapixeln. Jede moderne Digitalkamera schafft da wesentlich mehr. Der Canon CanoScan 8800F schafft in etwa dieselbe Auflsöung. Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Um die maximale effektive Auflösung von 1560ppi zu erreichen, muss man nicht mit der höchsten optischen Auflösung scannen, sondern es genügt, die Vorlage mit 3200ppi zu digitalisieren. Die effektiv erreichte Auflösung unterscheidet sich nicht, egal, ob man mit 3200ppi oder mit 6400ppi scannt - in beiden Fällen wird eine Effektive Auflösung von 1560ppi erreicht! So macht es also keinen Sinn, mit dem Epson Perfection V600 Photo mit 6400ppi zu scannen.
Der Dichteumfang liegt ebenfalls in etwa im Bereich des CanoScan 8800F: Für einen Flachbettscanner ein durchaus guter Wert, allerdings nicht vergleichbar mit dem, was gute Filmscanner hier zu leisten vermögen. Die hardwarebasierte Staub- und Kratzerkorrektur ICE liefert bei Durchlichtscans brauchbare Ergebnisse: Ein großer Teil vom Staub wird entfernt, vereinzelte Staubflecken bleiben allerdings bestehen, und müssen nachträglich manuell retuschiert werden.
Die Möglichkeit zum Scannen von Durchsichtmaterial sollte nur als gelegentlich anzuwendende Notlösung gesehen werden, denn hochqualitative Ergebnisse lassen sich hier alleine schon aufgrund der niedrigen effektiven Auflösung nicht erzielen. Auch wirken Durchlichtscans mit dem V600 eher verwaschen und unscharf.
Durch die Nutzung der SilverFast Software lässt sich die Bildqualität noch steigern, doch leider funktioniert die hardwarebasierte Staub- und Kratzerkorrektur hier nur über den Umweg eines HDRi Scans und anschließender Verarbeitung des Rohscans mit SilverFast HDR. Bei Auflichstscans liefert der Perfection V600 Photo alles in allem gute Ergebnisse mit kräftigen Farben und ausreichender Schärfe. Leider liefert die ICE-Funktion bei Aufsichtvorlagen nur mangelhafte Ergebnisse: Viele Staubflecken wurden nicht entfernt, und die, die entfernt wurden, hinterließen trotzdem unschöne Bildstörungen.
Scangeschwindigkeit
Zum Ermitteln der Scangeschwindigkeit haben wir den Epson Perfection V600 Photo per USB 2.0 an einen Rechner mit DualCore Prozessor mit 2.39 GHz und 4GB Arbeitsspeicher angeschlossen. Auf die Auflistung der Scanzeiten mit 6400ppi haben wir verzichtet, da dies, wie im vorigen Kapitel Bildqualität beschrieben, keine Vorteile bringt. In der nachfolgenden Tabelle sind unsere Messergebnisse wiedergegeben:
| Vorgang |
Dauer ohne ICE |
Dauer mit ICE |
| Vorschau Durchlicht |
0:27 min |
0:27 min |
| KB-Dia-Scan mit 3200 ppi Auflösung |
1:45 min |
3:35 min |
| KB-Negativ-Scan mit 3200 ppi Auflösung |
2:01 min |
4:05 min |
| MF-Dia-Scan mit 3200 ppi Auflösung |
5:52 min |
9:14 min |
| MF-Negativ-Scan mit 3200 ppi Auflösung |
6:02 min |
9:35 min |
| Vorschau Auflicht |
0:08 min |
0:08 min |
| 10x15 cm Auflicht-Scan mit 300 ppi Auflösung |
0:20 min |
1:20 min |
| 10x15 cm Auflich-Scan mit 600 ppi Auflösung |
0:45 min |
1:46 min |
| DIN A4 Auflicht-Scan mit 300 ppi Auflösung |
0:35 min |
2:56 min |
| DIN A4 Auflich-Scan mit 600 ppi Auflösung |
2:27 min |
4:49 min |
Mit dem Epson Perfection V600 Photo lassen sich Aufsichtvorlagen in akzeptabler Geschwindigkeit digitalisieren. Ein Vorschauscan dauert etwa 8 Sekunden, und eine A4-Vorlage ist bei 300ppi ohne ICE in 35 Sekunden fertig. Im Vergleich zum Konkurrenten Canon CanoScan 8800F ist das aber relativ langsam - dieser benötigt für den gleichen Scan (A4 / 300ppi / kein ICE) nur etwa 8 Sekunden.
Auch die Zeiten für Durchlichtscans liegen in einem akzeptablen Rahmen, da man glücklicherweise auf 6400ppi Scans verzichten kann. Ein Scan mit dieser Auflösung und aktiverter ICE Funktion dauerte bei unseren Tests 6:37 min.
Zusammenfassung, Fazit
Alles in allem ist der Epson Perfection V600 Photo ein Flachbettscanner, der sich durch ein schönes Design und einfache Bedienbarkeit auszeichnet. Die Bildqualität ist bei Auflichtscans gut, bei Durchlichtscans machen vor allem die niedrige effektive Auflösung und der im Vergleich zu echten Filmscannern niedrige Dichteumfang eine hochqualitative Digitalisierung von Filmmaterial unmöglich. Der direkte Konkurrent Canon CanoScan 9000F bietet hier die gleiche Leistung bei einem niedrigeren Preis.
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